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Zeittafel Teil II
1900 - 1968

1907

09. Jun. -> Eröffnung der Strecke Barmstedt – Bad Oldesloe, Umbenennung der Elmshorn-Barmstedter Eisenbahn in Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn (EBOE).

1908

07. Apr. -> Einführung der Doppelstockwendezüge im Städteschnellverkehr und im Vorortverkehr zwischen Hamburg und Lübeck.

1933

29. Märrz -> Trat beim Bahnhof Oldesloe an der Gleisstrecke Hagenow–Neumünster eine unerwartete Senkung ein, wodurch einige Gleise unbefahrbar wurden. Ein Haus in der Nähe des Bahnkörpers wurde von den abrutschenden Erdmassen beschädigt, Personen wurden nicht verletzt. Ein verbrecherischer Anschlag liegt nicht vor. Dazu wird noch gemeldet: Der Eisenbahndamm ist in einer Höhe von ungefähr 15 Metern und in einer Länge von etwa 40 Metern abgerutscht. Die gewaltigen Erdmassen – es handelt sich nach bisherigen Schätzungen um ungefähr 3000 Kubikmeter – haben das Wohnhaus bis zum Dach verschüttet. Die ganze Umgebung ist in einer Breite von 60 bis 70 Metern von einem mehrere Meter hohen Lehmberg bedeckt. Die Vorderwand des Hauses wurde eingedrückt, und die Lehmmassen drangen bis gegen die andere Hausseite vor. Im Haus befand sich nur eine Person, die Verstauchungen erlitt. Die Polizei hat das Grundstück wegen Einsturzgefahr des Hauses abgesperrt. Man nimmt an, daß die Unterhöhlung des Eisenbahndammes auf einen Wasserkran zurückzuführen ist.

1938

01. Jan. -> Verstaatlichung der LBE und damit der Strecke Hamburg – Lübeck

1939

22. November -> An der Kreuzung der Bahnstrecke Oldesloe-Elmshorn mit der Straße Oldesloe-Rümpel stieß ein Lieferwagen mit einem aus Richtung Elmshorn kommenden Triebwagen zusammen. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, dagegen wurden an dem Triebwagen das Trittbrett und der Brennstoffbehälter und an dem Kraftwagen der Kühler schwer beschädigt. Wie die Direktion der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn mitteilt, ist der Unfall auf die Unachtsamkeit des Kraftwagenführers zurückzuführen, der nicht auf die Läute- und Pfeifsignale des Triebwagens und die Warnzeichen vor dem ungeschützten Bahnübergang achtete.

1945

24. Apr. -> Am Bahnhof Bad Oldesloe herrscht Hochbetrieb. Da heulen um 10.30 Uhr die Sirenen. Sie kündigen den schwersten Bombenangriff des Zweiten Weltkriegs auf Bad Oldesloe an. Sechs Minuten später fallen die Bomben auf die 9250 Einwohner und die zahllosen Flüchtlinge. 18 Minuten lang. Erst Stunden später wird das ganze Ausmaß deutlich. 700 Tote und 300 Verwundete fordert der schwere Angriff.

1945

im Mai -> Sperrung und anschließende Stillegung des Abschnitts Klein Zecher – Zarrenthin der Strecke Bad Oldesloe – Hagenow Land durch die Zonengrenze.

1956

21. Mär. -> Bei dem Umbau der Bundesbahnstrecke Neumünster - Bad Oldesloe zu einer eingleisigen Linie sollen im Bereich des Kreises Segeberg 19 Schranken durch Blinkanlagen ersetzt werden.

1957

Verwaltungsgemeinschaft der EBOE mit der AKN und ANB.

1958

12. Jan. -> Ein zweieinhalbjähriger Junge gelangte in Bad Oldesloe unbemerkt durch die Sperre und blieb, nachdem er in einem Bundesbahntriebwagen eine Fahrt nach Schwarzenbek und zurück mitmachte, als „Fundsache“ übrig. Ein Bahnbeamter versuchte, ihn nach Hause zu bringen – der Junge führte ihn mit den Worten „heimegehen heimegehen“ jedoch zu drei falschen Häusern im Stadtgebiet. Der Beamte brachte den Jungen schließlich zur Polizei, die nach einigen Schwierigkeiten die Mutter ausfindig machen konnte.

1958

28. Feb. -> Am Mittwochabend blieb ein Triebwagen der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn bei Blumendorf in einer Schneewehe stecken. Er mußte von einer Hilfslok befreit werden und erreichte Bad Oldesloe mit über zwei Stunden Verspätung. Auf der Rückfahrt nach Elmshorn blieb er wiederum bei Blumendorf in einer neuen Schneewehe stecken – diesmal für rund 14 Stunden. Er wurde dann mit einer aus Lübeck herangeholten Rangierlok nach Bad Oldesloe zurückgeschleppt.

1958

11. Jun. -> Nachdem die Anlagen auf „eingleisigen Hauptbahnbetrieb“ umgestellt worden sind, wird die Bundesbahnstrecke Bad Oldesloe–Neumünster nur noch eingleisig befahren. Das bereits stark abgenutzte zweite Gleis wurde stillgelegt. Auf dieser Strecke verkehren täglich 28 Reisezüge und ein Güterzugpaar.

1959

22. Okt. -> Beim Vorwärmen der 120 Meter langen Schienen für die Strecke Hamburg–Lübeck ereignet sich bei Bad Oldesloe eine Propangasflaschenexplosion. Dabei wird ein 26-jähriger Schweißer der Bundesbahn 25 Meter weit fortgeschleudert und getötet sowie vier weitere Arbeiter schwer verletzt. Die zerfetzte Propangasflasche liegt 50 Meter entfernt am Abhang des Bahnkörpers. Die Kriminalpolizei und die Bundesbahn haben eine Klärung der Explosionsursache eingeleitet.

1962

30. Sept. -> Einstellung des Personenverkehrs zwischen Bad Oldesloe und Klein Zecher.


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