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Zeittafel Teil I
1831 - 1900

1831

Erste Pläne für eine Einsenbahnverbindung zwischen Hamburg und Lübeck und Beginn von Vermessungsarbeiten

1833

Es rumpelte auf der Chausee zwischen Hamburg und Lübeck. Die Pferdekutsche braucht zwei Tage. Schwere Waren wurden über die Trave "getreidelt": Pferde zogen an Land die Lastkähne. Lübecker wie Hamburger Rahtserren scheiterten mit ihrem Gesuch nach einer Eisenbahnverbindung, wie mann sie aus England kannte. Hätte der dänische Hof anders entschieden, wäre man vielleicht der ersten Eisenbahn zwischen Nürnberg und Führt (1835) zuvorgekommen.

1839

03. Jun. -> Das „Comitee für eine Hamburg-Lübecker Bahn“ löst sich auf, da Dänemark kein Interesse mehr an dem Projekt hat und statt dessen die Altona-Kieler Eisenbahn baut.

1850

Ein Antrag der Altona-Kieler Eisenbahngesellschaft (AKE), eine Strecke von Altona nach Lübeck zu bauen, scheitert

1850

Die Lübeck-Büchener-Eisenbahngesellschaft (LBE) wird gegründet. Dieser Gesellschaft gestattet König Frederik VII. am 7. April 1857, eine Bahn von Lübeck über Oldesloe und Wandsbeck nach Hamburg zu bauen. Kurios erschienen heute die Pläne des 0ldesloer Magistrats zum Bahnhofsbau: Den wollte man am liebsten auf der "Bürgermeisterkoppel" den Exer, setzen. Als man sich doch für den heutigen Standort (aber rund 200 Meter näher an der Stadt) entschloß, wurde erst ein mal altes Fachwerk abgerissen: Man wollte den Fremden auf der der Durchreise keinen "Bäuerlichen Eindruck" vermitteln.

1858

Abschluß eines Vertrages zum Bau einer Hamburg-Lübecker Bahn

1863

Beginn der Bauarbeiten

1865

01. Aug. -> Eröffnung der Strecke Hamburg Lübecker Bahnhof – Lübeck der Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft (LBE) für den Personenverkehr.

1865

08. Aug. -> Eröffnung der Strecke Hamburg Lübeck für den Güterverkehr

1872

12. Apr. -> Nach der der Altona-Kieler-Eisenbahn-Gesellschaft unterm 13. März erteilten Concession zum Bau der Bahn von Neumünster nach Oldesloe muß die Vollendung und Jnbetriebnahme längstens in 1¾ Jahren erfolgen. (1)

1872

07. Mai -> Man schreibt aus Hagenow, daß die Vorarbeiten für den Bau einer Oldesloe-Hagenower Bahnlinie in neuester Zeit ziemlich ins Stocken gerathen. Es erscheine noch zweifelhaft, ob die Linie bei Ratzeburg oder bei Mölln in die Lübeck-Büchener Bahn einmünden werde. (1)

1873

26. Feb. -> Neumünster: Der Bau unserer Bahn über Segeberg nach Oldesloe schreitet rüstig vorwärts. Das Planum ist auf drei Meilen, fast bis Fahrenkrug fertig und werden von hier aus bereits Schienen verlegt; vor kurzem befuhr der erste Arbeitszug eine Strecke der Bahn. Wie zu erfahren, wird ebenso kräftig von Oldesloe aus nach Segeberg gearbeitet. (1)

1874

22. Aug. -> Die Arbeiten an der Neumünster-Oldesloer Eisenbahn nehmen rüstigen Fortgang. Die 4 Brückenpfeiler mit ihren Bögen bei der Trave werden innerhalb 14 Tagen fertig gestellt sein, und bis zu dieser Zeit wird auch der Schienenstrang bis an das Travethal gelegt sein, um in der Schlucht bis zur Travebrücke mit der Aufschüttung des hier ca. 45 Fuß hoch werdenden Bahndammes beginnen zu können. ---> eine ,Schlucht" in Schleswig-Holstein - die geben aber an ;-) (1)

1874

19. Sep. -> Wie verlautet soll jetzt mehr Energie bei dem Bau der Segeberg-Oldesloer Eisenbahn entwickelt werden, so daß am 1. Juli k. J. die ganze Bahnstrecke Neumünster-Oldesloe dem öffentlichen Verkehr übergeben werden kann. Das Bahnhofsgrundstück bei Segeberg wird innerhalb 4 bis 6 Wochen schon soweit planirt sein, daß mit den Fundamentsarbeiten der Bahnhofsgebäude der Anfang gemacht werden kann. (1)

1875

20. Feb. -> Die Neumünster-Oldesloer Bahn wird nicht, wie bis jetzt erwartet, zum 1. Juli dem Betriebe übergeben werden; die Arbeiten werden nämlich erst einige Monate später sich bewältigen lassen. (1)

1875

17. Jul. -> Die Altona-Kieler Eisenbahngesellschaft hat sich mit der Lübeck-Büchener Bahngesellschaft über gemeinschaftliche Benutzung des Bahnhofes Oldesloe mittels Vertrages geeinigt; es werden dadurch große Kosten für umfangreiche Anlagen auf dem genannten Bahnhofe vermieden. (1)

1875

21. Aug. -> Die Neumünster-Oldesloer Bahn wird, wie verlautet, zum 1. Oktober dem Verkehr übergeben werden. Dieselbe ist jetzt der Vollendung nahe. Der Bau der 6 Meilen oder 45 Kilometer langen Bahn hat über 3 Jahre gewährt. Das Terrain wurde gleich für die Anlage zweier Geleise erworben, während der Unterbau zunächst nur für ein Geleise hergestellt ist. Das veranschlagte Baukapital wird nicht unerheblich überschritten werden. Die Weiterführung der Bahn auf Hagenow ist vorläufig ganz aufgegeben. (1)

1875

13. Nov. -> Die neu erbaute Eisenbahnstrecke Neumünster-Segeberg-Oldesloe ist am Sonnabend durch eine Kommission landespolizeilich begangen worden. Das bedeutendste Bauwerk, die Travebrücke, wurde mit drei schweren Lokomotiven beschwert und zeigte bei Weitem nicht die gesetzlich zulässige Senkung. Die Direktion hat die Eröffnung der Strecke zum 1. Dezember beantragt. (1)

1875

01. Dez. -> Die im v. M. stattgefundene Begehung der Segeberg-Oldesloer Bahn behufs der polizeilichen Abnahme derselben scheint für die erhoffte baldige Verkehrsübergabe derselben nicht günstig ausgefallen zu sein, indem, wie verlautet, die Eröffnung der Bahnstrecke um weitere 4 Wochen in die Ferne rückt. (1)

1875

10. Dez. -> Eröffnung der Strecke Bad Oldesloe – Bad Segeberg – Neumünster der Altona-Kieler Eisenbahn Gesellschaft (AKE)

1875

15. Dez. -> In Segeberg herrscht große Freude über die endliche Eröffnung der Neumünster-Segeberg-Oldesloer Bahn, welche am 10. stattfand. Der erste in Segeberg ankommende Zug wurde von der Menge mit Hurrah begrüßt. In Folge dieser Bahneröffnung sind die Personenposten Bornhöved-Segeberg, Neumünster-Segeberg und Oldesloe-Segeberg aufgehoben. (1)

1875/76

zweigleisiger Ausbau der Strecke Hamburg – Lübeck

1881

28. Mai -> Die Vorarbeiten für die neuprojektirte Bahn Lauenburg a. d. E. - Oldesloe werden in den nächsten Tagen auf der Oldesloer Feldmark ihren Anfang nehmen. Nach Vollendung dieser Linie wäre Oldesloe der Knotenpunkt von 4 Bahnen. (1)

1884

01. Mär. -> Verstaatlichung der AKE und damit der Strecke Bad Oldesloe – Neumünster

1887

19. Mär. -> Die kleine Sekundärbahn Schwarzenbek-Oldesloe, welche zum 1. Juni eröffnet werden soll, wird große Umwälzungen des Durchgangsverkehrs von und nach Schleswig-Holstein mit Berlin, Hannover und dem Süden zur Folge haben. In dem Promemoria* der Kgl. Eisenbahn in Altona für den neuen Sommerfahrplan heißt es: „ Im Allgemeinen heben wir noch hervor, daß wir für die ganze Strecke Schwarzenbek-Oldesloe-Neumünster einen durchgehenden Verkehr in Aussicht genommen haben und daß bei Aufstellung des Sommer-Fahrplans der Gesichtspunkt maßgebend gewesen ist, diese Strecke auch für den Durchgangsverkehr nutzbar zu machen. Dementsprechend ist auf Gewinnung von Anschlüssen in Schwarzenbek und Neumünster an die Hauptzüge, sowie in Oldesloe an die betreffenden Züge der Lübeck-Büchener (Hamburger) Eisenbahn Rücksicht genommen. Es erhellt hieraus, daß sich im Verkehrsleben der Eisenbahnen Schleswig-Holsteins die bevorstehende Eröffnung der Oldesloe-Schwarzenbeker Bahn eine hervorragende Änderung zum Besseren vollziehen wird.” Die Reise nach Berlin wird auf dem neuen Wege eine erhebliche Verkürzung erfahren. (1)
* veraltet für Merkzettel

1887

01. Aug. -> Eröffnung der Strecke Bad Oldesloe – Schwarzenbek

1888

14. Jan. -> Vom Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten ist in Anregung gebracht worden, im Anschluß an den Schnellzug Nr. 2 Berlin-Hamburg und den Expreßzug Nr. 3 Hamburg-Berlin auf der Strecke Schwarzenbeck-Neumünster-Kiel eine Schnellzugverbindung unter Aufhebung bestehender Personenzüge umzulegen. Durch diese Verbindung wird es ermöglicht, die Fahrtdauer zwischen Berlin und Neumünster um ca. 1½ Stunden abzukürzen. Um auch die nördlich und östlich von Neumünster belegenen Verkehrsgebiete an dieser Verbesserung teilnehmen zu lassen, hat die Königliche Eisenbahndirektion in Altona die Verlegung einiger Hauptbahnzüge sowie verschiedener Züge auf der Ostholsteinischen Bahn vorgesehen. Bevor jedoch die Einführung dieser Änderungen in bestimmte Aussicht genommen, erachtet die Königliche Direktion eine gemeinschaftliche Besprechung mit den beteiligten Kreisbehörden, Städten und sonstigen Interessenten für wünschenswert und hat für solchen Zweck eine Konferenz auf Sonnabend, den 14. d. M. in Neumünster angesetzt. (1)

1888

7. Mär. -> Die Verbesserungen der Zugverbindungen zwischen Berlin-Kiel durch Benutzung der Bahnroute Schwarzenbek-Oldesloe-Neumünster treten mit dem Sommerfahrplan in Kraft. Infolgedessen wird es möglich sein, mit dem um 8 Uhr 30 Min. früh von Berlin, Lehrter Bahnhof, abgehenden Zuge schon um 3 Uhr 20 Min. in Kiel einzutreffen. Ebenso wird die Route nach Berlin entsprechend abgekürzt, insofern die Abfahrt ab Kiel um 2 Uhr 05 Min. Nachmittags genügt (jetzt 12 Uhr 25 Mittag), um die Reichshauptstadt Abends 9 Uhr 07 Minuten zu erreichen. (1)

1888

20. Mär. -> Abermals sind wir in der unangenehmen Lage von Schneesturm und dadurch hervorgerufenen Verkehrsstörungen berichten zu müssen. Bereits gestern waren telegraphische Nachrichten eingetroffen, nach welchen die Bahn Lübeck-Büchen und Eutin-Lübeck den Betrieb hatten einstellen müssen und heute Morgen war der Verkehr außer auf den beiden genannten noch auf folgende Strecken abgebrochen: Eutin-Neustadt-Oldenburg, Neumünster-Oldesloe, Preetz-Ascheberg. Die letztgenannte Strecke wurde heute Mittag wieder fahrbar. (1)

1888

22. Aug. -> Auf dem Bahnhofe in Oldesloe ist in diesen Tagen der Bau eines Wasserthurmes in Angriff genommen, welchen die Königl. Eisenbahndirektion in Altona errichten läßt. Der Thurm wird sich neben dem Lokomotivschuppen erheben. (1)

1888

20. Sep. -> Der Bau einer Eisenbahn von dem Bahnhof Hagenow über Wittenburg nach Mölln und Oldesloe und so nach Kiel, wird jetzt als fast gesichert bezeichnet und soll durch die preußische Regierung im nächsten Frühjahr erfolgen. Die Bahn wird für den direkten Verkehr zwischen Kiel und Berlin den allergrößten Nutzen gewähren. (1)

1888

10. Nov. ->Die in neuester Zeit immer bestimmter auftretenden Nachrichten, daß die preußische Staatsregierung den Ausbau der Bahn Hagenow-Mölln-Oldesloe beabsichtige, um eine möglichst direkte Verbindung mit Kiel zu gewinnen, haben auch in der Gegend um Bornhöved Veranlassung gegeben, abermals Schritte zu Gunsten der Herstellung einer Bahn, anschließend an jene Linie, von Oldesloe aus über Segeberg-Bornhöved-Wankendorf nach Kiel zu thun. Es sind demnach Vorbereitungen getroffen höheren Ortes vorstellig zu werden. (1)

1896

15. Jul. -> Eröffnung der Strecke Elmshorn – Barmstedt der Elmshorn-Barmstedter Eisenbahn

1897

15. Mai -> Eröffnung des Abschnitts Bad Oldesloe – Sirksrade der Strecke Bad Oldesloe – Hagenow-Land für den Güterverkehr.

1897

10. Jun. -> Eröffnung des Abschnitts Sirksrade – Klein Berkenthin der Strecke Bad Oldesloe – Hagenow-Land für den Güterverkehr

1897

15. Aug. -> Eröffnung des Abschnitts Klein Berkenthin – Zarrenthin der Strecke Bad Oldesloe – Hagenow-Land für den Güterverkehr.

1897

15. Aug. -> Eröffnung des Abschnitts Bad Oldesloe – Zarrenthin der Strecke Bad Oldesloe – Hagenow-Land im Personenverkehr

1899

Jetzt gibt es bereits Schnellzüge (63 Minuten) auf der seit 1875 zweigleisigen Strecke. Zur Jahrhunderwende ist Oldesloe der zweitgrößte Eisenbahnkotenpunckt im Lande nach Neumünster.



(1)
Kurzmeldungen aus dem Bezirk der (späteren) Bundesbahndirektion Hamburg - Jahrgang 1872-88. Sie stammen aus dem ,Preetz-Lütjenburger Wochenblatt", die damalige Lokalzeitung von Preetz. Diese Zeitung erschien zunächst 1 x wöchentlich, ab Juni 1872 versuchsweise 2 x wöchentlich. Herausgesucht und zur Verfügung gestellt von A.Brosowsky